Transformation als Haltung

Vom ungenutzten Dachraum zum lichtdurchfluteten Penthouse in Köln-Sülz

Ein Dachraum, der lange ungenutzt blieb, wird zum zentralen Wohnort neu gedacht. Im Spannungsfeld zwischen historischer Substanz und zeitgenössischer Architektur entsteht ein Raumgefüge, das die Geschichte des Hauses nicht überdeckt, sondern bewusst weiterführt.

Die vorhandene Patina – sichtbar in kalkgeschlämmten Backsteinwänden, Spuren handwerklicher Arbeit und der erlebbaren Dachstruktur – bleibt erhalten und prägt die Atmosphäre.

Dem gegenüber stehen präzise gesetzte Eingriffe: reduzierte Einbauten, fließende Raumübergänge und eine skulpturale Treppe, die den Spitzboden erschließt.
Licht wird zum leitenden Entwurfsprinzip. Großzügige Öffnungen und gezielt gesetzte Oberlichter holen den Himmel in den Raum und schaffen eine unerwartete Weite unter dem Dach.

So entsteht ein Wohnraum mit Loftcharakter, der Alt und Neu nicht trennt, sondern in einen klaren architektonischen Dialog bringt.

Umbau in Köln, Fertigstellung 2025

Offener Dachgeschossraum unter weiß gestrichenem Sparrendach, im Hintergrund eine weiße Küchenzeile vor freigelegtem geschlemmten Ziegelmauerwerk, davor Esstisch und Sofa.
Blick auf die weiß gefasste Dachkonstruktion, darunter eine freigelegte geschlemmte Ziegelwand und ein roter Schalenstuhl.
Blick an einer weißen Einbauwand mit beleuchteter Nische vorbei in den Wohnraum mit Kamin vor geschlemmtem Ziegelmauerwerk.
Freistehender geschlemmter Ziegelpfeiler mit gerahmter Grafik im Vordergrund, dahinter die weiße Küche unter der lehmfarben verputzten Giebelwand.
Flur mit hellen Holzdielen und freigelegter Ziegelwand, am Ende eine geöffnete Glastür zur Dachterrasse, rechts ein roter Schalenstuhl.
Dachterrasse mit Holzbelag und Metallgeländer zwischen weißen Wandscheiben, ringsum Ziegeldächer der Nachbarhäuser und ein roter Ahorn.
Schlafzimmer mit weiß gestrichenem Fachwerkständer im Vordergrund, dahinter eine geriffelte Schrankfront und ein Fenster mit hellem Vorhang.
Weiße Küchenzeile vor freigelegtem Ziegelmauerwerk und lehmfarbener Giebelwand, im Vordergrund der weiße Treppenaufgang mit Rundhandlauf.
Blick über die Treppenöffnung mit weißem Handlauf zum Essplatz unter der Dachschräge, auf der Brüstung eine kleine Vogelfigur.
Freitragende weiße Faltwerktreppe mit schlankem Rundhandlauf an der Wand, darunter mehrere gerahmte Grafiken auf dem Holzboden.
Wohnbereich unter der freitragenden weißen Treppe, davor ein Sessel mit gemustertem Bezug und angelehnte Bilderrahmen.
Schmaler Flur mit hellen Holzdielen, rechts eine raumhohe Pivot-Glastür, im Vordergrund ein großformatiges gerahmtes Foto.
Badezimmer mit langem weißem Waschtisch, weiß gestrichener Holzstütze und Fenster mit transparentem Vorhang, davor ein gelber Schalenstuhl.
Detail einer fugenlos gefliesten Wand mit flächenbündig eingelassener Betätigungsplatte und in die Wand eingelassenem Papierhalter.
Straßenansicht eines sanierten viergeschossigen Altbaus mit gegliederter Stuckfassade, Erker über drei Geschosse, zurückgesetztem Dachgeschoss und Ladenlokal im Erdgeschoss.