Reduziert gebaut – präzise gedacht

Ein Neubau in Holzbauweise als klarer, reduzierter Baukörper

Ein Neubau in Holzbauweise, der sich bewusst von seinem Kontext löst – als klarer, reduzierter Baukörper mit hoher Präzision in Form und Detail.

In Köln-Rodenkirchen, auf einem Grundstück inmitten von Siedlungshäuschen aus den 50er Jahren, entsteht ein Neubau, der sich bewusst von seinem Kontext absetzt – als klarer, reduzierter Baukörper mit nahezu objekthafter Präsenz.
Statt das Bestehende fortzuschreiben, wird ein Haus entwickelt, das seine Qualität aus der konsequenten Reduktion von Form, Detail und Material bezieht. Runde Ecken, bündige Flächen und der Verzicht auf konstruktive Ausdrucksmittel wie Attikableche oder sichtbare Anschlüsse verleihen dem Baukörper eine ruhige, fast abstrakte Erscheinung.

Möglich wird diese Präzision durch die Ausführung in Holzrahmenbauweise, die eine klare und durchgängige Gestaltung bis ins Detail erlaubt.
Im Inneren setzt sich die Haltung fort: Geschliffene Böden, wandbündige Türen und der bewusste Verzicht auf Fußleisten schaffen eine ruhige, homogene Raumwirkung. Die Räume sind klar gegliedert und zugleich offen miteinander verbunden.

So entsteht ein Haus, das nicht über Größe, sondern über die Präzision seiner Gestaltung wirkt – reduziert in der Erscheinung und konsequent in seiner Haltung.

Neubau in Köln, Fertigstellung 2013

Straßenseitige Außenansicht eines Wohnhauses mit gerundeten Gebäudeecken und vollständig weißer Putzfassade; drei unregelmäßig gesetzte Lochöffnungen gliedern die geschlossene Wandfläche, ein dunkler Aufbau mit Begrünung schließt den Baukörper ab.
Raumhohe Küchenzeile mit flächenbündigen Fronten zoniert den Kochbereich vom Erschließungsraum; dahinter beginnt eine weiß verputzte Wendeltreppe, die über ein Oberlicht belichtet wird.
Freigeformte Wendeltreppe aus weißem Putz mit Holzstufen windet sich durch einen schmalen, oben belichteten Schacht; die plastisch modellierte Brüstungswange gibt dem Treppenraum eine skulpturale Qualität.
Gartenseitige Schrägansicht in der Abenddämmerung: Die gerundeten Gebäudeecken der weißen Putzfassade laufen zu einer geschwungenen Dachkante aus; einzelne Lochöffnungen und bodentiefe Fenster im Erdgeschoss lassen warmes Innenraumlicht austreten.
Seitenansicht des Baukörpers in der Abenddämmerung; die gerundete Gebäudeecke verbindet Eingangs- und Gartenseite nahtlos, ein großformatiges Fenster im Obergeschoss und ein schlankes Hochformatfenster im Erdgeschoss setzen Akzente in der sonst geschlossenen Putzfläche.
Umlaufende bodentiefe Rahmenverglasung öffnet den Studioraum im Obergeschoss zur begrünten Dachterrasse; ein freiliegender Treppenausstieg mit Metallgeländer verbindet die Ebenen.
Bodentiefe Glasecke im Erdgeschoss mit gerundeter Eckverglasung ohne sichtbaren Pfosten; die geschwungene Oberkante der Öffnung folgt der Geometrie der Putzfassade und gibt den Blick in den Wohnraum frei.
Stützenfreie Eckverglasung mit gerundeter Glasecke verbindet zwei Wandflächen des Erdgeschosses nahtlos; der Blick fällt ungehindert in den begrünten Garten.
Gartenseitige Außenansicht bei Tageslicht: Die weiße Putzfassade mit gerundeten Ecken öffnet sich im Erdgeschoss über eine breite Schiebeverglasung zum Garten; ein dunkler Holzaufbau mit durchgehendem Fensterband sitzt als eigenständiger Körper auf dem Baukörper auf.