Der Archetyp des Hauses – radikal reduziert

Ein Haus wie gezeichnet – ohne Überstände, ohne sichtbare Konstruktion

Ein Volumen von fast unwirklicher Klarheit, das im Inneren eine überraschende räumliche Großzügigkeit entfaltet.

Am Stadtrand entsteht ein Haus, das sich auf die elementare Form des Hauses reduziert.
Wie ein gezeichneter Archetyp verzichtet der Baukörper konsequent auf jede handwerkliche Ausdrucksebene – keine Dachüberstände, keine plastischen Laibungen, keine sichtbare Tektonik.

Die Hülle wirkt beinahe wie aus einem Stück gefertigt, mit der Anmutung eines präzise gefügten Modells aus weißer Pappe.
Im Inneren hingegen öffnet sich ein großzügiges Raumgefüge:
Ein fließender Wohnbereich, ein zweigeschossiger Luftraum über dem Essplatz und gezielt gesetzte Öffnungen führen das Licht tief in das Haus und erweitern den Raum bis in den Himmel.

So entsteht ein Haus zwischen Abstraktion und Alltag – archetypisch in seiner Erscheinung und zugleich ein lichtdurchflutetes Zuhause für eine Familie.

Neubau in Troisdorf, Fertigstellung 2016

Gartenseitige Außenansicht eines Wohnhauses mit steilem Satteldach und vollständig weißer Putzfassade in der Abenddämmerung; zwei schmale Öffnungen im Erdgeschoss und ein einzelnes Lochfenster im Giebel lassen warmes Innenraumlicht austreten.
Großformatiges Festglasfenster mit tiefer Laibung als Sitzbank; das querformatige Glas rahmt den Blick in den begrünten Außenraum wie ein Bild.
Traufseitige Außenansicht des Wohnhauses mit steilem Satteldach und geschlossener weißer Putzgiebelwand; ein einzelnes querformatiges Fenster und zwei schmale Lochöffnungen setzen asymmetrische Akzente in der reduzierten Fassade.
Nahaufnahme eines quadratischen nach außen auskragenden Metallfensters in der weißen Putzfassade aus der Untersicht; im Glas spiegeln sich Wolken, die schräge Trauflinie führt das Auge zur Gebäudeecke.
Indirektes Licht unter dem hinterleuchteten Spiegel betont den Doppelwaschtisch aus Holz mit zwei aufgesetzten Becken; die geneigte Dachfläche mit Oberlicht prägt die Raumgeometrie des Badezimmers im Dachgeschoss.
Gartenseitige Außenansicht des traufseitigen Baukörpers; eine raumhohe Faltglasfassade öffnet den Ess- und Wohnbereich vollständig zur Terrasse, das ausladende Satteldach mit mehreren Dachflächenfenstern schließt an die schlichte Putzfassade an.
Mehrere Dachflächenfenster fluten den zweigeschossigen Essbereich mit Zenitlicht; die abgeschrägte Dachuntersicht und die umlaufende Rahmenverglasung zum Garten lösen die Raumgrenzen auf. Ein Hund liegt unter dem Esstisch.